KFZ-Zulassungswesen

Rheinland-Pfalz und Hessen kooperieren beim Einsatz einer Software für die Zulassungsbehörden

Am 15. Februar 2013  unterzeichneten die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände Rheinland-Pfalz und die Vertreter  der ekom21- KGRZ Hessen die Lizenzverträge zur Einführung einer neuen KFZ-Zulassungssoftware. Die Kooperation der Kommunen wird durch die Innenministerien beider Länder begleitet. Staatssekretärin Heike Raab hob hervor, dass die Fahrzeugzulassung zu den führenden eGovernment-Projekten auf Bundesebene gehöre. "Gerade in diesem Bereich sehen wir ein hohes Potential, um die Prozesse der Fahrzeugan- und –abmeldungen bürgerfreundlicher zu gestalten." Hamburg hat schon erste alternative Zulassungsmodelle erfolgreich umgesetzt. Bereits zwei Jahre zuvor, ist der Landesbetrieb Verkehr Hamburg (LBV) mit der ekom21 eine strategische Kooperation im Bereich des KFZ-Zulassungs- und Fahrerlaubniswesens  eingegangen. Der größte kommunale IT-Dienstleister in Hessen und die zweitgrößte Straßenverkehrsbehörde Deutschlands bündeln so das Fachwissen zum Aufbau einer umfassenden Softwarelösung für Straßenverkehrsbehörden. Der Hamburger Innenstaatsrat Volker Schiek stellte heraus: "Mit Rheinland-Pfalz schließt sich jetzt ein weiteres Land der Entwicklungsgemeinschaft "ekom21 – LBV" und damit Hessen – Hamburg an. Ich wünsche mir, dass diese Entwicklung fortschreitet und weitere Länder diesem guten Beispiel folgen. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel ist die kommunale und auch die landesübergreifende Kooperation von besonderer Bedeutung und kann innovative, moderne und kundenorientierte Lösungen hervorbringen, wie dieses Beispiel es zeigt".

Ulrich Künkel, Geschäftsführer der ekom21, ergänzte: "Eine innovative Softwarelösung wie VIATO® Z erfüllt die Bedürfnisse der Kunden, optimiert Prozesse vor Ort in der Behörde und zugleich den Betrieb in den Rechenzentren. VIATO® Z beinhaltet die zukunftssichere Technologie und Softwarearchitektur um auch die zukünftigen Anforderungen ambitionierter Projekte wie z.B.  Deutschland-Online optimal umzusetzen."

Dr. Jörg Oltrogge, Geschäftsführer LBV, betonte: "Schon bei der Zeichnung des Kooperations-Vertrages mit ekom21 war ich davon überzeugt, dass solche Software-Produkte am besten in länderübergreifenden Gemeinschaftsvorhaben realisiert werden können. Mit der Verstärkung durch das Land Rheinland-Pfalz sind wir gemeinsam noch stärker. Ich hoffe nun, dass weitere Software-Produkte über die KFZ-Zulassung hinaus gemeinsam realisiert werden, hier ist ein bedeutendes Potenzial und Kostenvorteile können für alle Partner gehoben werden."

Die neue Software wird zunächst bis Ende 2016 technisch vom Landesbetrieb Daten und Information (LDI) in Mainz betrieben. Für den Benutzersupport, die Freigabe und Abnahme der Software übernimmt die Tochtergesellschaft der kommunalen Spitzenverbände, das Unternehmen KommWis, die Federführung.  Bereits in der Vergangenheit nutzten fast alle KFZ-Zulassungsbehörden eine einheitliche Software, die aber jetzt aus technischen Gründen erneuert werden musste. "Die Zusammenarbeit hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden", so die Ausführungen von Harald Pitzer vom Landkreistag Rheinland-Pfalz.

(Die Mitwirkenden von links nach rechts:  Herbert Benz GF KommWis, Staatssekretärin Heike Raab RP, Dr. Wolfgang Neutz HGF Städtetag RP, Matthias Bongarth GF LDI Mainz, Staatsrat Volker Schiek HH, Harald Pitzer Landkreistag RP, Ulrich Künkel GF ekom21, Dr. Jörg Oltrogge GF LBV HH, Winfried Manns GF Gemeinde- und Städtebund RP)

Die Geschäftsführer der ekom21 und KommWis unterzeichnen die Verträge

Zwischen Mitte 2014 und November 2015 wurden sukzessive alle im Rechenzentrumsverbund teilnehmende Zulassungsbehörden auf die neue KFZ-Zulassungssoftware umgestellt. Dazu wurden die Behörden von einem kompetenten Fachteam, bestehend aus Mitarbeitern des Softwareherstellers und des KommWis-Supportteams, Vorort begleitet. Auch am ersten Produktivtag wurden die Zulassungsbehörden Vorort betreut.

Rückblickend sei festgestellt, dass die Umstellungen aus jeder Sicht und von allen Beteiligten hervorragend umgesetzt wurden. Auch die Vorarbeiten, die die Zulassungsbehörden leisten mussten, führten zum Erfolg des Projektes.

In die Software wurden die rheinland-pfälzischen Besonderheiten integriert, um eine bestmögliche Kundenbearbeitung zu gewährleisten. Seit dieser Zeit arbeitet das Supportteam gemeinsam mit den Zulassungsbehörden an einer stetigen Weiterentwicklung der Fachsoftware.

Zusätzlich steht den Behörden zu jeder Zeit neben der eigentlichen Produktivversion auch eine Test-/Spielversion zur Verfügung, mit der knifflige Fälle nochmals nachgestellt und erlernt werden können.

Wir nutzen Cookies, um Ihre Online-Erfahrung zu verbessern und um Ihnen Inhalte und Angebote vorzustellen, die Ihren Interessen entsprechen. Indem Sie unsere Homepage nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen zu Datenschutz und Cookies können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.
ok